Du bist hierSheep the Limit: Das Leben auf der Alp / Weblog von Gaby Oswald

Weblog von Gaby Oswald


Vorsicht: Stein!

Heute waren Nazca und ich wie bereits gestern unterwegs, um die Schafe hochtreiben. Der Schaf-Zaun steht noch nicht - und die Älpler sehen es nicht gerne, wenn die Schafe auf der zukünftigen Kuhweide grasen. Es sind wieder die gleichen Schafe wie gestern, die nicht oben bleiben wollen. Heute will ich sie noch weiter hochtreiben. Dort gibt es viel mehr Gras und es ist nicht so steil. Ich hoffe, sie bleiben dann dort.

Besuch im Sulztal

Reto und ich treffen uns um 11.30 Uhr bei Marie und Felix. Gemeinsam wandern wir heute ins Sulztal.

Schaf-Aufzug

Mami, Reto und ich fahren mit der Seilbahn ins Tal. Heute werden die Schafbesitzer ihre Schafe auf die Sittlisalp treiben. Das wollen wir nicht verpassen.

Ocean allein auf der Alp

Sina, Nazca, Ocean und ich machen uns nun definitiv auf den Weg zu unserem neuen zu Hause. Das Wetter ist wunderbar und ich freue mich auf ein paar ruhige Stunden auf der Alp.

Schon beim Hinfahren höre ich eine Bohrmaschine. Der Eingang zur Hütte ist mit Werkzeugkisten und einem Generator versperrt. Walti, der Schreiner, ist fleissig am arbeiten. Ich komme nur mit Müh und Not in die Hütte hinein.

Nazca und die Schafe

Nazca und ich fahren heute ins Brunnital. Mal sehen wie die Schafe auf Nazca reagieren. Reto hat frei und hütet Sina und Ocean.

Eingangs Tal parkiere ich mein Auto bei den Holzstapeln. Nazca ausladen und erst mal etwas spazieren. Es ist wichtig, dass Nazca aufgewärmt ist, so ist die Verletzungsgefahr nicht so hoch. Das Gelände ist hier flach, es hat viele grosse Steine und kleine Tannen. Die Schafe grasen friedlich in kleinen Gruppen.

Zügeln mit Subi

Heute habe ich alles, was die Hirtin auf der Alp braucht, in den Subi verladen. Subi und ich fahren los. Reto wird eine Stunde später nachkommen, mit den Hunden und allem was Hund auf der Alp braucht.

Der Tag danach - Äckegstabi

Heute fühle ich mich noch älter. Ab 30 sollte man nicht mehr mit offenem Fenster Auto fahren. Ich habe wie man auf Bärndeutsch sagt: Äckegstabi = Nackenstarre. Zum Glück steht die Alp-Apotheke bereits griffbereit vor der Tür. Die Salbe für mein Wehwechen nochmals auspacken und schon fühle ich mich etwas besser. Subi lass ich heute aber stehen, die Extra-Tour verschieben wir auf morgen. 

Subaru Justy 4 WD, 12. Juni 08

Heute habe ich mir mein Älpler-Auto gekauft. Ein Dankeschön an meinen Paps, der wirklich überall Leute kennt. Du hast mir den Entscheid das Auto zu kaufen um einiges erleichtert. Der Occasions-Händler ist ein Kunde von dir und wird sich nicht getraut haben, mir, deiner Tochter Schrott zu verkaufen.

Jetzt geht's (bald) los!

Am 14. Juni sollte es losgehen. Gestern habe ich mit Felix, dem Alpvogt telefoniert. Es hängt alles vom Wetter ab: Diese Woche fällt nochmals Schnee bis 1500 Meter, dass heisst der Alpaufzug ist erst am 21. Juni - ich kann es kaum noch erwarten. Wenn ich mir das genauer überlege: Es regnet. Ich stimme mich lieber im trockenen mit der Lektüre dieses ziemlich coolen Alpenbuchs ein.

 

Was ist eigentlich ein Alpvogt?

Hüttenbesichtigung, 1. Juni 08

Die Spannung steigt. Endlich ist es soweit. Heute kann ich endlich mein zu Hause für die nächsten drei Monate besichtigen. Wir, Reto, Sina, Nazca, Ocean und ich treffen uns um 13 Uhr mit Felix, dem Alpvogt, bei der Talstation Sittlisalp. Wir sind wie meistens etwas zu früh. 12.36 Uhr fahren wir auf den Parkplatz. Überall entdecke ich weidende Schafe. Ein grosser Bock kommt uns «mäh»-end auf der Stasse entgegen gelaufen. Das sind bald meine Schafe - «mumble, mumble!» - ich freue mich auf euch!