Vorbereitungen für die Schafabgabe

Gestern haben wir im Sulztal den Pferch bereitgestellt. Während Pony-Toni und ich mit dem Loch-Eisen die Löcher auweiten, setzen Werner und Felix die Holzpfosten. Danach wird das Drahtgeflecht entwickelt und an den Pfosten befestigt. Ich kann mir noch nicht vorstellen, dass hier drin 300 Schafe Platz haben sollen.

Kastrierter Macho

Vor nicht einmal drei Wochen noch das verschupfte, total abgemagerte und dem sicheren Tod geweihte Lämmli, heute ein Vielfrass mit unübersehbarer Wampe.

Zürich – Sittlisalp – Zürich in 24 Stunden

Die Gelegenheit für ein lange geplantes Wochenende auf der Sittlisalp ergab sich für mich dank Madonna. Gaby und Reto haben dieses Konzert besucht. Die drei Hunde habe ich während des Konzerts gehütet, oder die Hunde mich, je nachdem, und meine Frau und ich konnten der Hirtin und Reto ein Gästezimmer anbieten. Nachdem Gaby wegen eines frühen Termins mit Schafbesitzern um 5 Uhr losgefahren war, folgten Reto und ich gemächlich gegen 9 Uhr. Für mich folgten ziemlich genau 24 Stunden im Sulztal und auf der Sittlisalp.

Endlich! Ich habe schon nicht mehr daran geglaubt ...

Seit ich in der Hütte bin, hatte ich kein eigenes WC. Nicht einmal ein Plumps-Klo. Dieser wenig erfreuliche Zustand dauerte gut drei Monate.  Das vorhandene WC wurde in der ersten Woche meiner Alpzeit entsorgt. Also bin ich bei jedem Wetter zu den Nachbarn hinübergegangen. Gut, nicht ganz immer. Da gab es noch einen roten Eimer. Dieser hat mir bei schlechtem Wetter und in der Nacht grosse Dienste erwiesen. Dieser Eimer kann nun wieder dafür eingesetzt werden, wofür er gemacht ist. Danke, lieber roter Eimer!

Seilen

"Seilen" ist ein Begriff, der mir diesen Sommer auf der Sittlisalp zum ersten Mal begegnet ist. Seilen bedeutet: Eine Seilbahn bedienen. Seilen hat auf der Sittlisalp eine lange Tradition. Geseilt wird, seit es hier eine Seilbahn gibt. Logisch, dass der Sittlisalper Nachwuchs früh mit dem Begriff konfrontiert wird und das Seilen gerne spielerisch übt. Der eine oder andere Junge wird auf die Frage, was er denn einmal werden möchte voller Stolz sagen: "Seiler!"

Abenteuer Alpabtrieb Schafe

Gaby hat mich eingeladen, am Schaf-Alpabtrieb mitzuhelfen, mit Hund. Nun, zuerst wusste ich nicht so recht (im Kopf) ob ich gehe, aber vom Herzen her hatte ich schon entschieden. Vielleicht brauchte man doch noch eine helfende Hand oder auch Pfote? Schliesslich ist Xeran ein erfahrener Schafetreiber. 

Solothurner Tagblatt

Mirjam Comtesse vom Solothurner Tagblatt hat die Hirtin besucht.
Hier ihr Artikel «1 Frau, 3 Hunde und 700 Schafe».

Prächtiger Bursche

Felice (rechts) gedeiht prächtig und hat sich den drei Schaf-Damen Mumble, Miss C und Tricot angeschlossen. Bis jetzt sind sie ein Herz und eine Seele. Wir sind gespannt, ob das so bleibt - und ob die Damen irgendwann Felice zum grossen Schafrennen auffordern werden.

Felice - Felix

Kaum bin ich aufgewacht gehe ich zu Felix. Der Kleine guckt munter aus seiner Kiste.

Reto kommt auch raus und will dabei sein, wenn ich ihn das erste Mal aus der Kiste lasse. Wir tragen den kleinen Felix in den Hundeauslauf. Dort kann er meine anderen Schafe sehen - und ist dennoch in Qurantäne bis es ihm besser geht.

Schwere Entscheidung

Nachdem wir alle ausgeschlafen haben gibt es Frühstück. Das Wetter ist besser als vorhergesagt. Die Sonne scheint zwischen den Wolken durch. Es ist recht warm.